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05.09.2017 Zwei neue Ausstellungen im Gründerzeitmuseum
Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 10. September 2017, werden im Gründerzeitmuseum Mahlsdorf zwei neue Ausstellungen eröffnet.

Museumsleiterin Monika Schulz-Pusch und Detlef Pusch haben in den vergangenen Wochen die herrschaftliche Küche und das Dienstmädchenzimmer eingerichtet. "Durch den Umbau der sanitären Einrichtungen in den vergangenen Monaten haben wir zwei Räume zusätzlich im Keller gewonnen", sagte die Museumsleiterin. "Mit den Fördermitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin konnten wir die Toiletten umbauen und diese Räume sanieren." Nun ist in dem einen Raum die herrschaftliche Küche ausgestellt, dahinter befindet sich das Zimmer des Dienstmädchens. "Wir wollen auch die Lebensweise der armen Schichten der Bevölkerung zeigen", erklärte Monika Schulz-Pusch.

In den vergangenen fünf Jahren hat der Förderverein Gutshaus Mahlsdorf fünf neue Museumsräume eingerichtet: Die alte Waschküche, die Küche aus der Mulackritze und die Kücheneinrichtung. Damit kann ein umfassendes Bild über das Leben der Menschen in den Jahren um 1900 gezeigt werden. "Bisher waren im Gründerzeitmuseum hauptsächlich die Salons und die guten Stuben der reichen Berliner ausgestellt." Die Besucher bekommen nun mit der neu gestalteten Arbeiterwohnküche und den beiden anderen Ausstellungsräumen auch einen Überblick über das Leben der Arbeiter in den Gründerjahren.
Attraktion im Dienstmädchenzimmer ist die Rufanlage für das Dienstmädchen. "Die Herrschaften haben über eine Klingelanlage das Dienstmädchen gerufen", erklärte Monika Schulz-Pusch. "In dieser Dienstmädchenrufanlage klappte eine Karte um mit der Aufschrift ‚Küche’, ‚Bad’ oder ‚Salon’, so konnte das Dienstmädchen gleich erkennen, aus welchem Raum der Ruf kam."

Museumsgründerin Charlotte von Mahlsdorf (1928 - 2002) hatten neben den Salons und den vielen mechanischen Musikautomaten auch Küchenrichtungen, eine Waschküche und die Möbel des Dienstmädchenzimmers gesammelt. Mit dem Tag des offenen Denkmals werden diese Museumsstücke teilweise zum ersten Mal in der Öffentlichkeit gezeigt. "Charlotte brauchte ja dieses Dienstmädchenzimmer nicht", meinte Monika Schulz-Pusch. "Sie war ja alles in einer Person, sie war Gutsherrin, Museumsdirektorin und ihr eigenes Dienstmädchen." Mit der neuen Ausstellung können die Besucher nun insgesamt 17 Zimmer im Gründerzeitmuseum besichtigen. "In der Arbeiterwohnküche finden wir das Zille-Milljöh wieder", sagte Monika Schulz-Pusch.

Das Museum hat am Tag des offenen Denkmals,* Sonntag, 10. September, von 10:00 bis 18:00 Uhr* geöffnet. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Die Mitglieder des Fördervereins werden in den Museumsräumen den Besuchern die mechanischen Musikmaschinen vorspielen und aus dem Leben von Charlotte von Mahlsdorf berichten.
Gründerzeitmuseum Mahlsdorf, Hultschiner Damm 333, Telefon: 5678329, Öffnungszeiten Sonntag und Mittwoch von 10 bis 18 Uhr. Gruppen können sich auch außerhalb dieser Zeit Termine vereinbaren.







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