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04.09.2018 Stolperstein für Alexander Scheucher in der Hönower Straße
Am* Montag, dem 3. September 2018, gegen 14:30 Uhr,* verlegte Gunter Demnig vor dem Haus Hönower Straße 213 in Mahlsdorf einen Stolperstein für Alexander Scheucher. Der Rabbiner Dr. Walter Rothschild nahm an der Verlegung teil und sprach im Rahmen der Verlegung das Kaddisch beziehungsweise das "El male rachamim" ("Gott voller Erbarmen") für Alexander Scheucher.

Alexander Scheucher wohnte mit seiner Frau Agnes und seinem Sohn Ludwig mindestens seit 1926 in Mahlsdorf in der Hönower Straße 60, die ab 1938 zur Nummer 213 wurde. Er betrieb als Kaufmann mit seiner Frau bis 1933 einen Wäsche- und Trikotagen-Handel (Woll- und Kurzwaren) in der Blumenstraße 1 in Friedrichshain. Ab 1933 musste das Geschäft an den Wohnort verlegt werden und wurde dort bis zum Zwangsverkauf des Hauses 1940 geführt.

Nach dem Hausverkauf zog die Familie zur Mutter von Agnes Scheucher in die Marienburger Straße 7 im Prenzlauer Berg. Am 11. Januar 1942 wurden sie von dort zur Synagoge in die Levetzowstraße gebracht und von da aus zwei Tage später über den Bahnhof Grunewald in das Rigaer Ghetto deportiert, wo sie am 16. Januar ankamen.

Am 2. November 1943 wurde Alexander Scheucher mit der Auflösung des Ghettos Riga nach Auschwitz überstellt, kam dort am 5. November an und wurde noch am selben Tag ermordet. Seine Frau und sein Sohn haben den Holocaust überlebt und sind in die USA übergesiedelt, dort aber inzwischen verstorben.







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