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06.07.2018 Baumgutachten Lemkestraße kann öffentlich eingesehen werden
Im Zuge der grundhaften Sanierung der Lemkestraße in Mahlsdorf wurde in Vorbereitung des Straßenbaus im Abschnitt Lemkestraße zwischen Kieler Straße und Donizettistraße die Erstellung eines Baumgutachtens zur Ermittlung der aktuellen Stand- und Bruchsicherheit der in diesem Abschnitt befindlichen Bäume beauftragt. Weiterhin erfolgten nach Auswertung der Ergebnisse eine Abschätzung der Reststandzeit sowie Hinweise zur Erhaltenswürdigkeit im Falle einer Grundsanierung der Lemkestraße. Die Ergebnisse liegen nun vor und werden, wie im Rahmen einer Bürgerversammlung zugesagt, auf den Seiten des Bezirksamtes veröffentlicht.

Das Gutachten ist eine wichtige Voraussetzung, um weitere Schritte bzgl. des künftigen Straßenquerschnittes veranlassen zu können. Die Ergebnisse daher in Kürze:

• Der betreffende Straßenabschnitt umfasste zum Untersuchungszeitpunkt 60 Bäume; überwiegend Linden, zu einem geringen Teil Ahorne.
• Bei gut 80 Prozent der Bäume wurden über die Sichtüberprüfung nach VTA (Visual Tree Assessment) hinaus eingehende Untersuchungen durch Messungen mittels Resi und / oder Schalltomograph durchgeführt, um die Prüfergebnisse zur Verkehrssicherheit abzusichern.
• Das Lebensoptimum von Linden und Ahornen als Straßenbaum liegt allgemein bei 90-110 Jahren; die durchschnittliche Standzeit von Straßenbäumen in Berlin liegt bei ca. 90 Jahren.
• Das Alter der Bestandsbäume liegt im Mittel bei 80-100 Jahren.
• Die Reststandzeit der Bestandsbäume liegt im Mittel bei 10-15 Jahren.
• Für 19 Bäume wird unabhängig von der Baumaßnahme aufgrund fehlender Stand- und Bruchsicherheit, zum Teil in Verbindung mit sichtbar eingeschränkter Vitalität, eine Fällung empfohlen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
• Die Bäume weisen eine Neigung zur Straße auf, das heißt die Zugwurzeln liegen im Gehweg. Arbeiten, auch wenn sie auf den Gehwegbereich beschränkt blieben, haben damit unmittelbar Auswirkungen auf die Standsicherheit der Bäume.

Auf Basis des Gutachtens werden nun unterschiedliche Varianten der Straßenplanung erarbeitet. Durch die angedachte Verbreiterung der Gehwegfläche sowie einer Verengung der Fahrbahn kann zusätzlicher Platz für die Wurzelentwicklung entstehen.

Das Bezirksamt verfolgt die Zielstellung, die Bäume, deren Erhalt möglich ist, im Bestand zu sichern. Für notwendige Fällungen werden im weiteren Verfahren in Abhängigkeit des Leitungsbestandes Ersatzpflanzungen geplant, um den Charakter der Straße zu erhalten.

Das Gutachten kann nun im Büro des Bezirksstadtrates für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen inklusive aller Messergebnisse eingesehen werden. Um vorherige Anmeldung unter der Rufnummer 030 / 90293 2601 wird gebeten.







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